Der September steht noch ganz im Zeichen der Ernte. Die Äpfel und Birnen werden reif. Die Beete werden auf die kommende, kalte Jahreszeit vorbereitet. Was es jetzt im September im Garten zu tun gibt, erfahrt ihr hier.

Aufgaben mit Kindern im September-Garten

  • Blattgemüse oder Gründüngung säen
  • Mulchen mit Gartenresten
  • Hochbeete anlegen
  • Zwiebeln für Frühlingsblumen setzen
  • Herbststauden neu pflanzen
  • Saatgut sammeln
  • Igelquartier aufbauen
  • Nistkästen reinigen oder neu aufhängen
  • Äpfel, Birnen, Gemüse, Nüsse ernten
  • Obst einmachen

Gartenarbeiten im September

Auch im September kann man noch neues Gemüse aussäen! So ist jetzt noch einmal Zeit um Radieschen und Blattgemüse wie Spinat und Feldsalat auszusäen. Die Kinder werden sich über die leckeren Radieschen freuen und vielleicht auch über eine Portion Spinat mit Spiegelei im Herbst? Wer beim ernten mithelfen darf, dem schmeckt es gleich viel besser!

Auf komplett abgeräumten Beeten, die sorgfältig noch einmal vom Unkraut befreit worden sind, säen wir jetzt eine Gründüngung wie Lupine oder Klee. Da kann man großzügig mit dem Saatgut umgehen und die Kleinen können daher auch problemlos Samen ausstreuen. Der Boden erhält so Nährstoffe zurück und die Bienen werden im kommenden Frühjahr erste Nahrung vorfinden. Kinderaugen haben dann viel zu beobachten, wenn das wilde Treiben um die Blüten startet. 

Beete, die nicht neu besetzt werden, decken wir sorgfältig mit Resten aus dem Garten ab. Auf die Gemüsebeete geben wir eine dünne Schicht aus Rasenschnitt und gehäckselten Zweigen. 

Werden die anfallenden Pflanzenreste aus dem Garten zu viel, lassen sie sich wunderbar in einem neu angelegten Hochbeet verstecken. Dazu ist jetzt die beste Jahreszeit. Die zerkleinerten Pflanzenreste sorgen im Hochbeet für eine ordentliche Nahrungsversorgung der Pflanzen, die im Frühjahr auf die Deckschicht aus Gartenerde gepflanzt werden. Bevor die jedoch ins Beet kommt, helfen selbst die Kleinsten gern dabei mit, die Pflanzenreste schön flach zu treten, damit die Masse später nicht zu sehr absackt. 

Blütenpracht im Herbst und Frühjahr

Wer sich im Frühjahr über Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen freuen möchte, hat jetzt die beste Gelegenheit, Blumenzwiebeln einzupflanzen. Wo kommen die rosa Traubenhyazinthen hin? Und wo die zweifarbigen Osterglocken? Wenn wir die Kinder entscheiden lassen, blüht uns bestimmt im nächsten Jahr die ein oder andere Farbüberraschung.

Doch warum aufs Frühjahr warten? Chrysanthemen, Herbstastern und Sonnenhüte verzaubern uns auch im Spätsommer und Herbst mit wunderschönen Blüten. Wenn wir sie jetzt pflanzen, wissen wir auch sehr genau, welche Farben sie haben. Und sehr wahrscheinlich lassen sich auch jetzt noch späte Falter und Bienchen auf den Blüten nieder um sich zu stärken. Eine schöne Gelegenheit, sich am Bestimmen der Arten zu versuchen!

Von den verblühten Sommerblumen hingegen können wir nun die Samen sammeln. Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Malven überlassen wir gern den Kindern. Stehen jedoch giftige Pflanzen wie Fingerhut im Garten, sollten das die Eltern übernehmen. Wobei wir hier überlegen sollten, ob stark giftige Pflanzen nicht vielleicht doch im nächsten Jahr weichen sollten. Die Gefahr einer möglichen Vergiftung ist gerade bei kleinen Kindern allgegenwärtig und sollte bei solchen Pflanzen wohlbedacht sein.

Winterquartiere für Gartenbewohner

Hellauf begeistert sind die Kleinen und die Großen wenn, es um solch putzige Gartenbewohner wie den Igel geht. Und er sieht nicht nur niedlich aus, sondern ist ein äußerst nützlicher Gast im Garten. So vertilgt er allerlei Schädlinge und sogar die gefürchteten Nacktschnecken. Helfen können wir dem Stacheltier, indem wir ihm jetzt im September ein gemütliches Winterquartier herrichten. Eine umgedrehte Obstkiste mit einem Schlupfloch in einer ruhigen Ecke des Gartens reicht dafür schon. Darauf verteilen wir Zweige und Äste und decken das Ganze mit dem Herbstlaub aus dem Garten ab. Wann wohl der erste Igel einziehen wird?

Der September ist auch ein perfekter Zeitpunkt um die Nistkästen der Vögel zu reinigen. Doch Vorsicht! Vorher sollte angeklopft werden, ob sich nicht doch schon vielleicht eine Haselmaus oder ein Siebenschläfer einquartiert hat. Die Kinder klopfen mit Sicherheit gern an die Tür. Das Reinigen der Nistkästen müssen dann aber unbedingt die Erwachsenen übernehmen. Mit Handschuhen ausgestattet, werden die Kästen sorgfältig gereinigt, damit sich kein Ungeziefer darin breit machen kann. Nun können Vögel oder kleine Nager dort ihr Winterquartier beziehen. Neue Nistkästen können natürlich auch an geeigneten Stellen im Garten aufgehängt werden.

Erntereicher Spätsommer

Bevor der erste Frost kommt, sollten Tomaten, Paprika, Möhren, Kartoffeln, Rote Beete, Bohnen und Mangold abgeerntet werden. Gemüse wie Porree und Kohl vertragen die tiefen Temperaturen wesentlich besser und dürfen noch im Beet bleiben.

Im September werden endlich die Äpfel und Birnen reif. Lageräpfel werden vorsichtig von Hand gepflückt. An den tief hängenden Ästen können das die Kinder übernehmen. Wichtig dabei ist, dass die Stiele an den Früchten bleiben. So sind sie länger lagerfähig. 

Sollte mal etwas herunterfallen, ist das aber noch lange nicht schlimm, denn aus dem Fallobst lässt sich leckeres Obstmus einkochen. Die Kinder helfen bestimmt gern mit und können auch mal mit verschiedenen Gewürzen experimentieren. Schmeckt das Apfelmus mit Zimt oder ohne besser? 

Walnüsse und Haselnüsse müssen zum Glück nicht aktiv geerntet werden. Es reicht, wenn man sie vom Boden aufsammelt. Daraus lässt sich auch ein prima Wettbewerb veranstalten: Wer sammelt am schnellsten die meisten Nüsse? Von groben Verschmutzungen befreit, werden die Nüsse in luftdurchlässigen Kisten getrocknet. So halten sie sich bis ins nächste Jahr und sind Grundlage für so manchen duftenden Nusskuchen. 

Der Herbst liegt im September schon in der Luft. Die Morgenstunden werden merklich kühler, aber es gibt immer noch warme Nachmittage. Es wird geerntet und die Vorbereitungen für den Winter laufen an. Die beste Zeit, um im Garten noch einmal ordentlich was zu schaffen!

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Kathleen
Kathleen gärtnert mit ihrem kleinen Sohn Tristan auf einem Hamburger Stadtbalkon und lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben. Auf ihrem Blog Wohnungsgarten.de gibt es weitere hilfreiche Tipps für den eigenen Balkon und das Gärtnern mit Kindern – sehr inspirierend!

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