Im Oktober bekommen wir den Herbst zum ersten Mal so richtig zu spüren: Regen, Nebel und Kälte. Das wechselhafte Wetter bestimmt nun auch den Gartenalltag immer mehr. Also rein in die Matschklamotten und Gummistiefel und ab in den Garten!

Aufgaben mit Kindern im Oktober-Garten

  • verbleibendes Gemüse vor dem Frost abernten
  • Kürbisse ernten
  • Äpfel und Birnen ernten
  • Nüsse und Maronen sammeln
  • Pilze sammeln
  • Kastanien und Eicheln zum Basteln sammeln
  • Blumenzwiebeln setzen
  • Obstbäume pflanzen
  • Reisig zum Abdecken empfindlicher Pflanzen sammeln
  • Ein letztes Mal den Rasen mähen
  • Verblühtes von Stauden stehen lassen
  • Futterhäuschen füllen

Leckeres aus dem Garten im Oktober

Es wird kalt draußen – so richtig kalt! Der erste Frost steht in den Startlöchern! Damit er uns keinen Strich durch die Rechnung macht, sollten wir schnell alles kälteempfindliche Gemüse abernten. Gemüse, das die Kälte verträgt, kann freilich noch in der Erde bleiben, wie die Karotten. Aber was tun mit dem Grünzeug, das nicht reif geworden ist? Tomaten können prima im Haus nachreifen. Wie durch Zauberhand werden die mit einem Apfel an einem warmen, dunklen Ort verstauten Tomaten schon sehr bald rot (oder gelb) und lassen sich vernaschen.

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Das leckere Gemüse wird nun reichlich geerntet. Ende Oktober ist natürlich auch Halloween. Auch wenn es in diesem Jahr wahrscheinlich ein anderes Fest wird als sonst, wollen wir uns das Dekorieren mit Kürbissen nicht nehmen lassen. Die großen Exemplare können prima zu gruseligen Fratzen geschnitzt werden. Da kommen die Kinder auf die lustigsten Ideen! Die kleineren Speisekürbisse bieten die passende Suppe zum Fest. Und sowieso: Wer kann einer wärmenden Suppe im Herbst überhaupt widerstehen?

Auch die Äpfel und Birnen werden im Oktober reif. Wenn wir das Obst lagern möchten, sollten wir die Früchte vorsichtig einzeln ernten und in luftige Kisten legen. Äpfel lagern wir getrennt vom restlichen Obst und Gemüse, da sie ein Reifegas ausströmen, das anderes zu schnell schlecht werden lässt. Wahrscheinlich wird das meiste Obst aber ohnehin direkt verputzt. Und aus dem, was übrig bleibt, kochen wir leckeres Apfelmus!

Es braucht nur einen kräftigen Herbststurm und schon liegen die meisten Nüsse und Esskastanien am Boden. Schnell sind da die kleinen Hände und sammeln eifrig, was die Eichhörnchen und Haselmäuse uns übrig gelassen haben. Huch, was macht denn das Loch in der Nuss? Da war wohl jemand schneller. Macht nichts! Denn noch gibt es reichlich zu sammeln. Ein bisschen was lassen wir natürlich liegen, damit unsere tierischen Freunde für den Winter gut versorgt sind.

Was passt besser zum Herbst als Pilze? Auch im Garten lassen sich leckere Pilze finden oder sogar selber anbauen. Wer nicht das Glück hat, im Garten Pilze sammeln zu können, besucht den nächsten Wald. Natürlich nur mit jemandem, der wirklich weiß, ob das, was da gesammelt wird, auch essbar ist. Denn wie schnell hat eine kleine Kinderhand mal einen giftigen Pilz gesammelt? Das Sammeln macht doch gleich mehr Spaß, wenn man weiß, dass die Pilze bald schon ein duftendes Pilzgericht hergeben. 

Was in keinem Herbst fehlen darf, sind natürlich Eicheln und Kastanien zum Basteln! Die kann man zwar nicht essen, aber es lassen sich ganz wundervolle Dinge daraus zaubern. Mama und Papa freuen sich im Zweifel auch über die schöne Herbstdeko von draußen. Noch ein paar bunte Blätter dazu, schon ist das Herbst-Feeling für drinnen perfekt.

Gartenarbeiten im Oktober

Im Oktober können wir noch bis zum Frost Blumenzwiebeln in die Erde stecken. Krokusse, Narzissen und Tulpen – was wäre ein Garten ohne diese schönen Frühlingsblüher? Beim Stecken kommt schon Vorfreude auf den Frühling auf. Genau das richtige für tristes Herbstwetter.

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt um Obstbäume zu pflanzen. Ein Birnbaum fehlt noch im Garten? Oder wie wäre es mit einer seltenen Obstsorte wie der Reneklode? Die Auswahl ist riesig! Das kalte Wetter im Herbst sorgt dafür, dass die Bäume gut anwachsen können und beim Eingraben sind die Kinder mit Sicherheit gern behilflich. Denn vielleicht winkt im nächsten Jahr schon die erste Ernte?

Wir sammeln noch reichlich Reisig und Zweige um unsere ganz empfindlichen Pflanzen im Garten zu schützen. So gut zugedeckt schlafen die Blumen und Gewächse schön kuschlig zugedeckt bis zum Frühjahr. 

Im Oktober geht es noch ein letztes Mal an den Rasenmäher, bevor wir den Rasen für dieses Jahr in Ruhe lassen. Gräser wachsen so spät im Jahr ohnehin nicht mehr und die Pflanzen brauchen die Ruhephase um genügend Kraft fürs kommende Jahr zu sammeln. 

Gutes für unsere Gartenbewohner

Die meisten Gärten sind heutzutage viel zu aufgeräumt, sodass viele Insekten keinen Unterschlupf mehr finden. Das wollen wir in unserem Garten besser machen! Deshalb lassen wir nun die verblühten Stängel der Blumen so stehen, wie sie sind. Insekten finden darin ein schützendes Winterquartier. Und schön anzusehen sind die meisten alten Blütenstände sowieso. 

Unsere heimischen Vögel bekommen im Herbst Gesellschaft von Gästen aus dem hohen Norden, die bei uns überwintern. Sie alle finden in der kalten Jahreszeit immer weniger Nahrung und so wird es höchste Zeit, dass wir die Futterhäuschen wieder üppig füllen. Welcher Vogel wohl der erste am frisch gedeckten Tisch ist? 

Der Herbst ist da, die Blätter werden bunt und die Bäume werfen ihre Früchte ab. Welch ein wunderbares Schauspiel, das da genau vor unseren Augen abläuft! Also Augen auf, tief die kühle Herbstluft einatmen und ab in den Garten. Es gibt so viel zu entdecken!

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Kathleen
Kathleen gärtnert mit ihrem kleinen Sohn Tristan auf einem Hamburger Stadtbalkon und lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben. Auf ihrem Blog Wohnungsgarten.de gibt es weitere hilfreiche Tipps für den eigenen Balkon und das Gärtnern mit Kindern – sehr inspirierend!

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