“Komm lieber Mai und mache…”, über den Mai gibt es wohl im Frühjahr die meisten Kinderlieder zu singen. Es ist der erste richtige Frühlingsmonat, der sich auch nach Frühling anfühlt! Die Temperaturen sind dauerhaft angenehm, die Bäume werden Grün und die schönsten Blumen blühen im Garten. Da gibt es so vieles zu entdecken und zu tun!

Diese Aktivitäten eignen sich für den Garten im Mai

  • Strauß für den Muttertag pflücken
  • an der Stunde der Gartenvögel teilnehmen
  • Kräuter, Gemüse und Salate aussäen
  • Aussaaten gießen
  • Gemüse mit Schutznetzen vor Fliegen, Faltern und Blattläusen schützen
  • Das im Haus vorgezogenes Gemüse ins Freie pflanzen
  • Dahlien und Gladiolen nach draußen pflanzen
  • Blumenwiese anlegen
  • Bei Zwiebelpflanzen die Samenkapseln abschneiden und düngen
  • Primeln nach draußen pflanzen

Feiertage und Aktionen im Mai

Der wichtigste Tag Anfang Mai ist für jedes Kind natürlich der Muttertag! Wer im April schon fleißig Blüten gepresst hat, kann jetzt eine schön gestaltete Karte verschenken. Perfekt abgerundet wird das Geschenk natürlich mit einem selbst gepflückten Strauß aus dem eigenen Garten. Mama freut sich bestimmt! 

Am gleichen Wochenende findet auch die alljährliche Stunde der Gartenvögel statt, die vom NABU organisiert wird. Für Groß und Klein ist das die beste Gelegenheit zu schauen, welche Vögel sich im Garten oder auf dem Balkon tummeln. Während einer Stunde Beobachtungszeit lernt man nicht nur einige Verhaltensweisen der Vögel kennen, sondern kann mit Glück sogar neue Arten kennenlernen! 

Pflanzenmärkte finden häufig im Mai statt und bieten eine tolle Gelegenheit neue Schätze für den eigenen Garten zu finden. Die kleinsten Familienmitglieder dürfen natürlich auch mitbestimmen, was gekauft wird!

Was können wir im Garten machen?

Was Gartenaktionen angeht, kann der Mai in zwei Abschnitte geteilt werden: vor den Eisheiligen und nach den Eisheiligen. Diese Tage Mitte Mai zeigen den Zeitpunkt an, zu dem die letzten Spätfröste zu erwarten sind. Für das Gärtnern gibt es nach den berüchtigten Tagen keine Grenzen mehr!

Nach den Eisheiligen dürfen alle Kräuter, Gemüsearten und Blumen direkt in die Gartenerde draußen gesät werden. Das Aussäen der großen Samen wie Erbsen und Bohnen können die Kleinsten auch schon ganz allein übernehmen. Das Wetter sollte jedoch immer noch  sorgsam beobachtet werden. Wird es zu kalt, müssen die Aussaaten nachts mit einem Vlies abgedeckt werden.

Der Mai kann auch schon sehr trocken sein. Deshalb ist an regenfreien Tagen das regelmäßige Gießen der Aussaaten angesagt. Wer ist als Erstes bei der Gießkanne oder dem Gartenschlauch? Richtig – die Kinder!

Möchte man später eine ordentliche Gemüseernte einfahren und nicht mit diversen Krabbeltieren teilen, sollten rechtzeitig Schutznetze über dem Gemüse angebracht werden. Wer neugierig ist, lässt ein paar Pflanzen für die Tiere frei und beobachtet die Entwicklung und das wilde Treiben auf den Pflanzen: Blattläuse, Falter mit ihren Raupen und kleine Gemüsefliegen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Paprika, Chili und Tomaten sind nun den Kinderschuhen entwachsen und werden dauerhaft ins Freie gepflanzt. Genau so können alle anderen, im Haus vorgezogenen Pflanzen jetzt nach draußen. Ob die Kinder die größten Pflanzen wohl schon ganz allein in die Gartenerde pflanzen können?

Wer Dahlien und Gladiolen neu gekauft oder überwintert hat, setzt die Knollen nach den Eisheiligen in den Garten. Dort können die später üppig blühen. Manche Dahliensorten wachsen sogar so üppig, dass ein ganzer Kinderkopf in einer Blüte verschwinden kann! Große Augen sind dann vorprogrammiert. 

Schmetterlinge und Bienen sind wundervolle und nützliche Gartenbewohner. Um möglichst viele von ihnen anzulocken, lohnt es sich, eine Blumenwiese für sie anzulegen. Um das Saatgut breitwürfig auf dem Boden zu verteilen, steuern die Kinder bestimmt gern etwas von ihrem Sand im Sandkasten bei. Ob sie wohl auch die Aussaat übernehmen? Beim Einharken und Festigen der Saat helfen sie bestimmt gern mit.

Narzissen und Tulpen haben in den vergangenen Monaten so schön geblüht! Damit sie Blumen auch im nächsten Jahr in voller Pracht strahlen, werden nun die Samenkapseln der ehemaligen Blüten abgeknipst. Eine Arbeit, die schnell gemacht ist, wenn man einen kleinen Wettbewerb daraus veranstaltet: Wer schafft die meisten Samenkapseln? Dünger schadet den Zwiebelblumen ebenfalls nicht. Das sollten dann aber lieber die Eltern übernehmen.

Primeln sind als Frühlingsblumen nach wie vor beliebt. Was viele leider nicht wissen ist, dass die Pflanzen mehrjährig sind! Wenn sie in der Wohnung also nicht mehr schön aussehen, ist es Zeit, sie an einen halbschattigen Ort im Garten zu Pflanzen, wo sie sich regenerieren können und im nächsten Jahr wieder schön blühen. Und wer weiß? Vielleicht entdeckt ja ein aufmerksamer kleiner Gärtner noch eine späte Blüte im Herbst? 

Mancher sagt, der Mai sei der wichtigste Gartenmonat. Er ist auf jeden Fall der, in dem alles so richtig Fahrt aufnimmt. Gärtner lieben den Mai. Und Kinder werden das ganz bald nachvollziehen können, wenn sie an den Wundern des Gartens teilhaben können.

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Kathleen
Kathleen gärtnert mit ihrem kleinen Sohn Tristan auf einem Hamburger Stadtbalkon und lässt uns an ihren Erfahrungen teilhaben. Auf ihrem Blog Wohnungsgarten.de gibt es weitere hilfreiche Tipps für den eigenen Balkon und das Gärtnern mit Kindern – sehr inspirierend!

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