Sie fliegen von Blüte zu Blüte, krabbeln auf Blättern oder kriechen im Boden herum. Überall im Garten findest du nützliche Tiere wie Bienen, Käfer, Würmer oder auch Mäuse. Sie sind sehr wichtig für uns, denn sie fressen Schädlinge wie Schnecken, Blattläuse oder Raupen, bestäuben unsere Blüten, zersetzen Gartenabfälle, durchlüften den Boden, versorgen ihn mit Nährstoffen und sorgen für eine reiche Ernte.

Ob Beetfreund oder Beetfeind? Hier findest du die Antwort und kannst diese deinem kleinen Gartenkind (ern) näher bringen.

Das sind unsere Beetfreunde

Biene

Die bekannteste Biene bei uns ist die Honigbiene. Imker züchten sie in Bienenstöcken und gewinnen so den süßen Honig. Aber es gibt auch wilde Bienen, die für uns sehr nützlich sind. Bienen saugen mit ihrem Rüssel den süßen Nektar aus der Blüte und sammelt dabei den gelben Blütenstaub an ihren Beinchen. Während die Biene von Blüte zu Blüte fliegt, bestäubt sie diese. Dadurch können sich zum Beispiel leckere Äpfel, Erdbeeren und Kirschen entwickeln, die du dann im Garten naschen kannst.

Marienkäfer

Ein Marienkäfer ist nicht nur bei kleinen Kindern sehr beliebt. Auch im Garten ist er ein nützlicher Helfer. Marienkäfer haben einen großen Appetit auf schädliche Blattläuse. Sie haben zwei bis 24 Punkte auf ihren roten Flügeln. Der Siebenpunkt-Marienkäfer krabbelt bei uns am häufigsten durch die Gärten. Du findest ihn meist dort, wo es viele Blattläuse zu fressen gibt. Versuch doch einfach mal gemeinsam mit deinem Gartenkind die Punkte zu zählen – das macht Spaß!

Ohrwurm (Ohrenkneifer)

Ohrenkneifer haben großen Appetit auf Blattläuse, den Eiern von Obstmaden, Milben und Motten. Sie fressen aber auch Pilzgeflechte und schützen die Pflanze damit vor dem Befall. Leider knabbern sie auch gern unser süsses Obst, zarte Pflänzchen und Blüten an, dennoch sind sie wichtige Helfer im Garten.

Schwebefliege

Schwebefliegen ähneln im Aussehen einer Biene oder Wespe, haben aber keinen Stachel. Sie bestäuben Blüten und ihre Larven futtern so viele Blattläuse, wie kein anderes Insekt in der gleichen Zeit.

Spinnen

Viele ekeln sich vor ihnen, aber Spinnen sind nützliche Helfer im Garten und schützen uns vor lästigen Plagegeistern wie Mücken und Fliegen. Sie bauen Netze, lauern auf Beute oder gehen sogar auf die Jagd nach frischen Fliegen und Co. Spinnen sorgen für ein Gleichgewicht im Garten. Schaut doch mal, ob ihr im Garten ein Netzt findet und eine Spinne beim Fang der Beute beobachten könnt.

Spitzmaus

Die zierliche Spitzmaus sorgt vor allem um den Kompost herum dafür, dass Schädlinge wie Engerlinge, Schnecken und Fliegenmade nicht überhand nehmen.

Regenwurm

Im Verborgenen helfen die Regen- und Kompostwürmer für die Verbesserung des Bodens. Durch das Graben ihrer Gänge lockern sie den Boden auf, sorgen für eine gute Durchlüftung und ziehen abgestorbene Pflanzenteile unter die Erde, um sie dort zu fressen. Ihr Kot ist der wohl beste kostenlose Bio-Dünger für deine Beete.

Asseln

Asseln verstecken sich tagsüber unter Steinplatten und verrottenden Holzstämmen. In der Nacht machen sie sich auf Futtersuche, fressen abgestorbene Pflanzenreste und sorgen auch mit ihrem Kot für eine natürliche Humusbildung.

Das sind die Beetfeinde:

Sie sind ungebetene Gäste im Garten oder dem Balkon und können die Pflanzen stark schwächen und sogar eine ganze Ernte zu Nichte machen.

Nacktschnecken

Schnecken oder besser gesagt Nacktschnecken haben einen großen Appetit und fressen alles kurz und klein. Sie können in kurzer Zeit eine ganze Reihe an Pflanzen kahlfressen und die jungen Pflänzchen erheblich schädigen. Eine echte Abhilfe ist schwierig. Damit die Jungpflanzen nicht direkt abgefressen werden und die Enttäuschung bei den Kindern groß ist kannst du sie aber schützen. Dazu einen Joghurtbecher oder alten Blumentopf aus Kunststoff verwenden. Den Boden schneidest du heraus und stülpst das Gefäß als eine Art „Schutzzaun“ über die Pflanze bis sie zu groß dafür ist.

Blattläuse

Blattläuse sind neben den Schnecken die wohl am verbreitetsten Schädlinge. Rund 650 Arten sind bei uns heimisch: es gibt sie in grün, schwarz, braun oder sogar gelb. Sie saugen den Pflanzensaft aus Blättern und Stängeln und schwächen die Pflanzen dadurch stark. Was du dagegen tun kannst zeigen wir dir hier.

Schmetterlingsraupen

Nicht alle davon sind Schädlinge – ganz im Gegenteil! Aber die Schmetterlingsraupen vom Kohlweißling fressen große Löcher in die Blätter oder verputzen diese gleich vollständig. Hier rät es sich die Raupen frühzeitig abzusammeln und aus dem Garten zu verbannen.

Engerling

Engerlinge sind Larven und leben im Boden bis sie sich zu Käfern z.B. Maikäfer entwickelt haben. Sie fressen die Wurzeln von Pflanzen und können diese stark beschädigen. Ohne Wurzeln kann eine Pflanze kein Wasser und Nährstoffe aufnehmen und stirbt.

 

Vorheriger ArtikelBuchvorstellung: Aufruhr im Gemüsebeet
Nächster ArtikelVorsicht – Diese Pflanzen sind giftig
Silvia
Silvia ist aufgewachsen wie die Kinder aus Bullerbü: In einem kleinen Dorf mit weniger als 100 Einwohnern im großen Nutzgarten der Eltern und auf dem Bauernhof der Oma. Im Herzen ist sie immer noch das Kind vom Land und lässt ihre Erinnerungen und Erfahrungen nun in die beetkids-Artikel einfließen.

SCHREIB UNS DEINE MEINUNG

Please enter your comment!
Please enter your name here