In den letzten beiden Wochen haben wir uns damit beschäftigt selbst Vogelfutteranhänger für unsere gefiederten Freunde herzustellen. Inspiriert hat uns ein Vogelfutteranhänger, den wir im Park gefunden hatten. Das mussten wir unbedingt auch ausprobieren!

Diese Dinge haben wir dafür benutzt:

  • Vogelfutter
  • Kokosfett
  • Plätzchenausstecher (ohne Schnick-Schnack und möglichst einfache Formen)
  • Backpapier
  • Konservendose
  • Bindfaden
  • Wollnadel
  • Zahnstocher oder Schaschlikspieße
  • leere Joghurtbecher
  • ca. 40-50 cm lange, stabile Stöcker

Aus diesen Materialien haben wir zwei unterschiedliche Formen Vogelfutter hergestellt. Aus dem ersten Teil wurden Anhänger und aus dem zweiten Teil Spieße für die Balkonkästen.

Zur Vorbereitung haben wir das Backpapier auf einem Backblech ausgelegt und Tristan hat sich ein paar schöne Plätzchenausstecher ausgesucht. Die haben wir auf das Backpapier gelegt.

Im Wasserbad habe ich dann das Kokosfett geschmolzen (niedrigste Stufe auf dem Herd) bis keine festen Bestandteile mehr zu sehen waren. Das flüssige Fett kam mit dem losen Vogelfutter in eine Schüssel und Tristan durfte rühren.

Mit Löffeln haben wir dann das gut durchmischte Futter auf die Plätzchenausstecher verteilt. Dabei läuft einigen unten raus und wenn man mit einem Kleinkind arbeitet, landet ein Großteil des Futters auch einfach daneben. Aber dazu später mehr.

Nun die Zahnstocher oder zerteilten Schaschlikspieße dort in die Masse drücken, wo später der Bindfaden angebracht werden soll. Das Material muss nun so gut wie möglich angedrückt werden, da es sonst später zu porös ist und zerbröselt.

Das Ganze über Nacht möglichst kühl stellen bis alles fest geworden ist. Wir haben das Backblech sogar zwei Tage lang nicht angerührt 😉

Das Auslösen aus den Formen übernahm dann sicherheitshalber ich. Dabei stellte sich heraus, dass die filigranen Formen, die wir verwendet hatten, denkbar schlecht geeignet waren. Die Schnecke verlor ihren Kopf, der Hirsch das Geweih und die Bagger ihre Schaufeln 😉 Großartig funktionierten dagegen der Mond, die Herzen, Eichel und Eichhörnchen (yay!). Das überschüssige Futter und das was beim Füllen daneben ging, am Besten in einem Topf sammeln. Das wird später noch verwertet!

In den Formen stecken nun noch die Zahnstocher. Die müssen ganz vorsichtig durch das feste Material gestochen werden. Die Formen sind nun soweit fertig.

Zum Aufhängen der Formen habe ich bunte Bindfäden zurechtgeschnitten. Tristan suchte sich aus, welche Form welche Farbe bekommen sollte. Mithilfe der Wollnadel hat Tristan auch die ersten drei Fäden durch die Formen gefädelt. Danach hatte er keine Lust mehr und ich habe übernommen 😉

Et voila – die Vogelfutteranhänger sind fertig! Beim nächsten Spaziergang hat Tristan einen Teil davon in der Kleingartensiedlung hinter unserem Haus aufgehängt und den anderen Teil auf unserem Balkon. Der erste Anhänger wurde auch schon dankend angenommen und ratzfatz leergefuttert 😀

Resteverwertung – Vogelfutterspieße

Doch was sollten wir nun mit den Resten des Vogelfutters machen, die zwischendurch angefallen sind? Zum Wegwerfen war es sowohl zu schade als auch zu viel. Kurzerhand habe ich die ganze Masse noch einmal schmelzen lassen und in leere Joghurtbecher gefüllt. Zum besseren Halt haben ich zusätzlich noch flüssiges Kokosfett oben drüber gegossen. In die Joghurtbecher kamen nun stabile Stöcker und das ganze konnte auf dem Balkon über Nacht trocknen. Am nächsten Tag habe ich die Becher kurz in warmes Wasser gehalten, wodurch sich die Masse besser aus dem Becher lösen ließ. Und schon waren die Reste verarbeitet und wir hatten drei weitere tolle Vogelfutterspieße für den Balkon!

Nun warten wir nur noch auf die hungrigen Vögel, die hoffentlich die reich gedeckte Tafel nicht verschmähen. Und für Tristan wäre es natürlich besonders toll, wenn er die Vögel vom Wohnzimmer aus beobachten könnte. Bisher lassen sie aber noch auf sich warten. Wahrscheinlich finden sie überall noch genug Futter wegen der warmen Witterung. Aber der nächste Schnee kommt bestimmt und dann auch die Vögel 😉

Bis bald, eure Kathleen

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