Kleine Insektenhotels aus Natursteinwürfeln

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Foto: Theresia Kleinert

Wie vermutlich schon viele wissen, fehlt es den Insekten (vor allem den Wildbienen, Hummeln und Wildwespen) nicht nur an Nahrungsangeboten, sondern auch an Nistplätzen und verwilderten Ecken in den modernen und strukturierten Gärten. Umso wichtiger ist es, ihnen viele verschiedene Möglichkeiten anzubieten und sie wieder vermehrt in unsere Gärten zu locken. Denn ohne Insekten, müssten wir von Hand bestäuben 😱

Um ihnen die Suche von Nahrung zu erleichtern, könnt ihr im Herbst Blumenzwiebeln stecken oder die ersten Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis und andere Wildblumen im Rasen blühen lassen. Oftmals siedeln sich automatisch auch andere Wildkräuter an. Viele Wildbienen nisten in Sandflächen. Es sollte eine Fläche von 40x40x40cm aus Sand sein, diese legt ihr am besten an einer unwichtigen Gartenecke an. Die Erde ausgraben, Sand hineingeben und die Wildbienen in Ruhe einziehen lassen. Eure Insektenhotels könnt ihr ganz einfach mit selbst gemachten Bienensteinen erweitern. Es sind einfache Dinge, die für Insekten so unfassbar wichtig sind. Nisthilfen sollten nach Süden zeigen (den bei hoher Luftfeuchtigkeit neigen die Pollen zu einem Pilzbefall und die Brut stirbt ab). Windige Stellen solltet ihr vermeiden, diese kühlt sie aus. Die Nisthilfen sollten schräg stehen/hängen, damit der Regen nicht direkt gegen die Öffnungen fällt.

Was ihr dafür braucht

  • Natursteinwürfel
  • Verschiedene Steinbohrer Größe: 3-8mm groß
  • Akkuschrauber
  • Evtl. einen Stift zum anzeichnen
Foto: Theresia Kleinert

So wird’s gemacht

Zuerst sucht ihr euch die schönste Seite der Steinwürfel heraus. Nun könnt ihr mit einem Stift die Bohrungen anzeichnen. Wir haben einfach „Wild“ drauf los gebohrt. Geht schließlich um Wildbienen. 😊

Foto: Theresia Kleinert

Anschließend benützt ihr zuerst den größten Bohrer (8mm) und bohrt damit 1-3 Löcher 6-10cm in die Steinwürfel. Die Niströhren müssen hinten geschlossen bleiben, den sie müssen dunkel sein. Niströhren, die offen sind und Licht durchscheint, werden nicht angenommen und bleiben leer.

Foto: Theresia Kleinert

Zum Schluss ist es wichtig, dass ihr den Bohrstaub aus den Niströhren holt. Dafür könnt ihr die Steinwürfel erstmals umgedreht auf einen größeren Stein klopfen, so fällt einiges an Staub heraus. Anschließend haben wir einen kleinen Ast benützt, um den restlichen Bohrstaub zu entfernen.

Foto: Theresia Kleinert

Aus Holz lassen sich einfache Halter für die Insektensteine zusammenschrauben. Meine Kinder wollten sie in Beete und in unseren Eidechsensteinhaufen integrieren. Ich bin schon gespannt, wie sie angenommen werden.

Bis Wildbienen ins Insektenhotel einziehen, müsst ihr ihnen Zeit geben. Dies kann unter Umständen einige Zeit dauern. Sind die Niströhren verschlossen, schlüpfen die Bienen im nächsten Frühjahr. Reinigen müsst ihr die Nisthilfen nicht.

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Theresia Kleinert
Mein Name ist Theresia Kleinert (garten_resi), ich bin 33 Jahre alt und wohne mit meiner Familie im Allgäu. Die meiste Zeit verbringe ich im Garten. Ich baue Gemüse, Obst und Kräuter an und versorge unsere Tiere. Der Garten erdet mich und gibt mir neue Energie. Selbst machen, statt kaufen, ist unsere Devise. Dreckige Finger gehören dazu, aber auch das Schreiben und Weitergeben von gesammelten Erfahrungen macht mir viel Spaß.

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